
Wie geht es nach der Beratung weiter?
Was kann eine anwaltiche Erstberatung? Und was nicht?
Eine rechtliche Beratung ist oft der erste Schritt, um Ordnung in eine unübersichtliche Situation zu bringen. Viele Mandantinnen und Mandanten kommen mit ganz konkreten Fragen zu uns – und gleichzeitig mit der Unsicherheit, was nach dem Gespräch eigentlich folgt.
Dieser Beitrag soll genau das erklären.
Was passiert in der Beratung?
Die Beratung dient dazu, Ihre persönliche Situation rechtlich einzuordnen.
Sie ist kein allgemeiner Vortrag und keine theoretische Auskunft, sondern ein individuelles Gespräch, das sich an Ihren Zielen, Ihren familiären Verhältnissen und den vorhandenen Vermögenswerten orientiert.
Typische Inhalte einer Beratung sind:
- Aufnahme der persönlichen und familiären Ausgangslage
- rechtliche Einordnung Ihrer Fragestellung
- Aufzeigen von Handlungsoptionen und deren rechtlichen Folgen
- erste Hinweise zu steuerlichen und praktischen Auswirkungen
- Klärung von Risiken, typischen Fehlern und Missverständnissen
Am Ende der Beratung haben Sie vor allem eines: eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
Was eine Beratung leisten kann
Eine Beratung kann:
- rechtliche Zusammenhänge verständlich erklären
- Risiken sichtbar machen, die vorher nicht erkannt wurden
- unterschiedliche Gestaltungswege aufzeigen
- helfen, Prioritäten zu setzen
- Klarheit darüber schaffen, ob und welcher Handlungsbedarf besteht
Viele Mandanten sagen nach dem Gespräch, dass sie zum ersten Mal das Gefühl haben, die Situation wirklich zu überblicken. Genau das ist das Ziel.
Was eine Beratung nicht leisten kann
So wichtig eine Beratung ist – sie hat auch klare Grenzen.
Eine Beratung kann keine umfassende Umsetzung ersetzen.
Insbesondere kann sie nicht:
- individuelle Gestaltungen vollständig ausarbeiten
- Verträge, Testamente oder Konzepte rechtssicher erstellen
- Abstimmungen mit Dritten übernehmen
- komplexe steuerliche Berechnungen im Detail durchführen
- langfristige Begleitung oder Koordination leisten
Die Beratung endet dort, wo aus der Analyse konkrete rechtliche Arbeit wird.
Wo endet eine Erstberatung?
Die Erstberatung endet in dem Moment, in dem:
- Ihre Situation rechtlich eingeordnet ist
- die möglichen Wege besprochen wurden
- die Vor- und Nachteile dieser Wege transparent sind
- Sie wissen, wie Sie weiter vorgehen könnten
Sie sind danach zu nichts verpflichtet.
Viele Mandanten nehmen sich bewusst Zeit, um die Informationen zu verarbeiten oder intern zu besprechen.
Wie geht es weiter, wenn weiterer Beratungsbedarf besteht?
Wenn sich im Gespräch zeigt, dass eine weitergehende rechtliche Begleitung sinnvoll oder notwendig ist, besprechen wir die nächsten Schritte individuell.
Das kann zum Beispiel bedeuten:
- Ausarbeitung einer konkreten Gestaltung
- Erstellung oder Überarbeitung von Dokumenten
- Begleitung einer Nachfolge oder Nachlassabwicklung
- fortlaufende Beratung in einem komplexeren Prozess
Ob, wie und in welchem Umfang es weitergeht, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen. Es gibt keine Automatismen.
Grundsätzliche Vergütungsmodelle
Je nach Art und Umfang der weiteren Tätigkeit kommen unterschiedliche Vergütungsmodelle in Betracht. Diese werden immer vorab transparent besprochen.
Grundsätzlich sind möglich:
- Vergütung nach gesetzlichen Vorgaben
- pauschale Honorarvereinbarungen
- zeitabhängige Abrechnung
- Kombinationen aus verschiedenen Modellen
Welches Modell im konkreten Fall passt, hängt von der Aufgabe, dem Umfang und dem gewünschten Grad der Begleitung ab. Eine pauschale Aussage wäre hier unseriös – deshalb klären wir das immer individuell.
Unser Anspruch
Eine Beratung soll Ihnen Sicherheit geben, nicht Druck erzeugen.
Sie soll helfen, gute Entscheidungen zu treffen – nicht vorschnelle.
Ob und wie es danach weitergeht, bestimmen Sie.
Wir sorgen dafür, dass Sie dafür die nötige Grundlage haben.
FAQ – Häufige Fragen nach der Beratung
Was muss ich zur Beratung mitbringen?
In der Regel reichen die Informationen, die Sie bereits haben. Je nach Thema können relevante Unterlagen hilfreich sein, etwa frühere Testamente, Verträge oder Übersichten zum Vermögen. Wenn etwas fehlt, ist das kein Problem – die Beratung dient gerade dazu, den Überblick zu gewinnen. In der Regel sagen wir Ihnen aber im Vorfeld, was wir an Dokumenten wahrscheinlich brauchen.
Bin ich nach der Beratung verpflichtet, ein Mandat zu erteilen?
Nein. Die Beratung ist ein eigenständiger Schritt. Sie entscheiden in Ruhe, ob und wie es danach weitergeht.
Bekomme ich in der Beratung schon konkrete Lösungen?
Sie erhalten eine rechtliche Einordnung Ihrer Situation und verschiedene mögliche Wege. Die konkrete Ausarbeitung oder Umsetzung erfolgt erst, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen und beauftragen.
Wie lange dauert eine Erstberatung?
Die Dauer richtet sich nach Ihrem Anliegen. Wichtig ist nicht die Minutenanzahl, sondern dass Ihre Fragen beantwortet und die relevanten Punkte besprochen werden.
Wird in der Beratung schon etwas umgesetzt?
Nein. In der Beratung geht es um Analyse, Einordnung und Orientierung. Die Umsetzung beginnt erst im Rahmen eines gesonderten Mandats.
Wie geht es nach der Beratung weiter?
Wenn weiterer Beratungs- oder Gestaltungsbedarf besteht, besprechen wir gemeinsam die nächsten Schritte. Umfang, Ablauf und Vergütung werden individuell vereinbart.
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